Und ob ich schon wanderte...[Sousanna]

[November 16]

Moderatoren: Toma Ianos Navodeanu, Acacia

Benutzeravatar
Vergonzo Faro
Nosferatu
Beiträge: 769
Registriert: Mi 5. Okt 2016, 16:29

Re: Und ob ich schon wanderte...[Sousanna]

Beitrag von Vergonzo Faro » So 8. Jan 2017, 18:33

Vergonzo bemerkte ihre kurze Entrücktheit über seine Formulierung und verneigte sich entschuldigend.
"Ihr habt eine trefflichere Formulierung verdient, verzeiht, so etwas wie Der Klang dieser Worte streichelt sanft mein Ohr, wie der wohltuende Hauch des Atems, der sie aussprach." erneut lächelte er entschuldigend.

"Ich werde sicher bald darauf zurück kommen. Ich für meinen Teil arbeite noch an meiner Unterkunft und Werkstätte. Dort wo ich derzeit hause, naja das kann man keiner Dame antun. Derzeit habe ich einen Ort eingerichtet an dem mir Nachrichten hinterlassen werden können." und wieder lächelte er entschuldigend.
Er nannte ihr den Ort an dem er den Briefkasten eingerichtet hatte, an welchem man ihm ungesehen Nachrichten hinterlassen konnte. Am Rande des Piazza di San Giorgio, unmittelbar vor der Kirche war ein loser Stein markiert. Man erkannte diesen jedoch nur wenn man wusste worauf man zu achten hatte.

"Jedoch hoffe ich euch bald meine Werkstätte zeigen zu können, und vielleicht finde ich dort ein ungesehen Fleckchen für eure Ware,...zumindest für euren Einstieg ins Geschäft hier in Genua wird er für euch zur Verfügung stehen, ob ihr ihn braucht oder nicht. Das könnt ihr frei entscheiden."
Diese Idee schien im wohl spontan gekommen zu sein, denn man sah wie er in Gedanken den wohl vorhandenen Entwurf umschrieb.
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

Benutzeravatar
Sousanna
Ravnos
Beiträge: 1981
Registriert: Mo 14. Nov 2016, 21:12

Re: Und ob ich schon wanderte...[Sousanna]

Beitrag von Sousanna » Mo 9. Jan 2017, 14:14

Sie musste über diesen entschuldigenden Blick und die Umformulierung ehrlich und sanft lächeln. "Ihr seid ebenfalls sehr begabt mit den Worten.", schmunzelte sie leise und seufzte dann sacht: "Es wirkt also als wären wir beide in ähnlichen Umständen im Moment..."

Kurz dachte sie nach, dann versprach sie, ihm gewiss eine Nachricht zu hinterlassen - auch wenn er ihr verzeihen müsse, dass ihre Schreibkünste nicht sonderlich ausgeprägt waren. "Doch ihr werdet in jedem Fall wissen, dass ich es war, die euch zu kontaktieren versucht hat.", endete sie mit einem geheimnisvollen Grinsen.

Auf diesen Vorschlag hin zeigte sich das strahlenste Lächeln, dass sie seit langem hier in Genua offenbart hatte. Vermutlich kam es tatsächlich nur an jenes heran, dass ihr Gesicht erhellt hatte, als die Herrin des Elysiums ihr ihre Aufgabe mitgeteilt hatte. "Das wäre wundervoll - allein schon um zu sehen, wo ihr arbeitet, aber ein solches Angebot wäre tatsächlich großzügiger als ich es gehofft hatte."
Ach! es sey die letzte meiner Thräne,
Die dem lieben Griechenlande rann,
Lasst, o Parzen, lasst die Schere tönen,
Denn mein Herz gehört den Todten an!
Friedrich Hölderlin

Benutzeravatar
Vergonzo Faro
Nosferatu
Beiträge: 769
Registriert: Mi 5. Okt 2016, 16:29

Re: Und ob ich schon wanderte...[Sousanna]

Beitrag von Vergonzo Faro » Mo 9. Jan 2017, 20:14

Er schmunzelte auf Grund dieser Gemeinsamkeit.
"Aber dies ist ja nur von kurzer Dauer. Bald werden wir es heimelig haben." sein Blick schien sich zu erwärmen.
"Ich werde eure Nachricht sicher erkennen. Und was die Großzügigkeit angeht,... wie heißt es doch, je kleiner das Rad,desto schneller dreht es sich. Ich bin mir gewiss, ich tue damit das richtige. So die Nacht nun leider schon soweit voran geschritten ist, muss ich euch verlassen. Die kurzen krummen Beine meinerseits brauchen länger als die zauberhaft anmutenden Euren. Auf Bald Sousanna. Es war mir eine Freude."

Geritten vom Schalk verneigten sich beide zeitgleich übertrieben tief und übertrieben adlig, und entschwanden hinaus in die Nacht.

[closed][/closed]

Zusammenfassung:
Vergonzo und Sousanna treffen sich zufällig in einer leerstehenden Scheune außerhalb der Stadtmauern. Beim Kennenlerngespräch entscheiden beide auf Grund von Sympathie, das ein erneutes Treffen erwünscht ist und eine Zusammenarbeit zustande kommen könnte.
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

Gesperrt