[1001] Blut meines Blutes [Arianna]

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Brimir
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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Brimir » Mo 21. Aug 2017, 17:37

"Du hsat also einen Mord begangen... " Brimirs stimme klang dabei trotz des Knurrens kühl und irgendwie gelangweilt. Es fehlte nur, dass er mit den Schultern zuckte. Doch dieses blieb aus. Stattdessen beugte er sich nach vorne und starrte Arianna fest an. "Bereust du, was du getan hast? Bedeutet dir das Menschenleben etwas? Oder würdest du sie alle abschlachten? Aus Spaß vielleicht? Weil du die Macht dazu hast?"

Irgendwas an der Art, wie Brimir das sagte mochte sie an Acacias Frage erinnern, ob sie gerne lebe. Irgendwas daran sorgte dafür, dass es wohl mehr war, als eine einfache Frage und ihre Antwort tatsächlich Bedeutung hatte für das alte Raubtier.
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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Arianna » Mo 21. Aug 2017, 18:05

"Es tat mir schon Leid...", das Mädchen wandte den Blick ab. "...aber es ging nicht anders. Es hieß er oder ich und wenn ich es gewesen wäre, wäre die Gefahr gewesen das sie herausfinden was ich bin und dann wären alle in Gefahr gewesen.", Arianna schaute Brimir wieder fest an. "Das konnte ich nicht zulassen.", ihr blick war ernst und fest dennoch sah man es in ihren Augen funkeln, dass das Menschenleben war noch nicht gänzlich aus ihrem Gewissen verschwunden.

"Sowas ähnliches hatte Lady Acacia mich doch auch gefragt.", stellte sie dann jedoch fest. "Hat es etwas mit diesem "Weg" zu tun? ", fragte das Mädchen. "Etwas das jeder Vampir für sich selbst wählt....oder so etwas...", überlegte sie kurz.

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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Brimir » Mo 21. Aug 2017, 18:30

Brimir löste den Blick erst nach endlosen Augenblicken nach ihrem letzten Wort von ihr. Dann verzog er die Lippen zu einem wöflischen Lächeln, dass so gar Nichts menschliches mehr an sich hatte. Es fehlte nur das Fell und die langgezogene Schnautze.

"Die Pfade... irgendwann wirst du erkennen, dass die Menschlichkeit, die dich davon abhällt nicht zum Monster zu werden... nicht ausreicht, um dich vor dem Biest zu schützen. Ein Holzschild, der nach zahlreichen Hieben... abnutzt und brüchig wird, ist kein guter Begleiter in einem Kampf. Du wirst dinge tun... um zu überleben, die deiner Moral als Mensch widersprechen. Und dann wirst du einen neuen Schild brauchen... einen besseren... etwas beschlagenes... eben die Pfade."

Dem Schmied gefiel die Metapher des Schildes und sie traf die Sache ziemlich auf den Punkt.

"Die Moral der Menschen in Italien ist mir sowieso seltsam fremd... nicht töten... nicht verletzen... wie soll man so stärker werden oder selbst überleben? Nunja... wie dem auch sei... es ist schwierig das zu begreifen, was ich dir jetzt versuche zu erzählen, denn es wiederspricht all dem, was du in deinem Leben gelernt hast, obwohl du für einen Menschen auch noch sehr jung bist. Ich hatte die Hoffnung, dass dein Erwachsenwerden bei den Männern aus meiner Heimat dir ein wenig hilft Abstand von dieser Moral zu gewinnen... das war es, was Acacia damals hinterfragt hat... Du, deine Familie oder die Stadt."

Es folgte eine wirklich kurze Pause, wahrscheinlich nur, damit Brimir neue Luft in die Lungen bekam, um weiter zu sprechen.

"Es gibt viele Wege und noch mehr Pfade. Dir alle aufzuzählen... dafür ist die Nacht zu kurz und sie würden dich verwirren. Deshalb beschränke ich mich auf meinen Pfad. Jeder Pfad stammt von einem Weg ab. In meinem Fall ist das der Weg des Tieres... einer der ursprünglichen Wege. Er lehrt, dass das Biest in dir nicht dein Feind ist und nicht durch Selbstbeherrschung in Ketten gelegt werden sollte. Er bringt dir bei deinen Instinkte vorrang vor Logik zu geben. Andere Wege vermeiden die Raserei... den Kontrollverlust, den du in deiner ersten Nacht erfahren hast. Wir hingegen begrüßen sie und reiten durch unsere Nähe zum Biest eben jenes durch die Raserei. Wie ein Pferd, dass du an den Zügeln lenkst... es hat seinen Willen, aber du bist der Reiter. Hinzu kommt, dass wir uns nicht mehr mit... Gewissen aufhalten. Unsere Überzeugung dem Tier zu folgen und es zu führen ist viel wichtiger, als der Konflikt mit unserer Moral. Ein Mensch der stirbt... stirbt eben... weil er zu schwach war... zu alt... zu langsam... oder schlicht Beute. Aber wir töten niemals aus Spaß... nur, um zu überleben."

Brimir beobachtete genau, wie sie darauf reagierte, dass er ihr gerade seine vollkommen unmenschliche Denkweise an den Tag legte. Er war wirklich ein Monster, wenn man es aus menschlicher Sicht betrachtete - wahrscheinlich ein schlimmeres, als ihr Biest es je sein könnte. Oder?

"Der Pfad, der sich von meinem Weg abspaltet... nennt sich die Jagd. Wir sind Jäger... und alle anderen sind unsere Beute. Aber... wir sind auch Beute für die Anderen. Überleben... die Verteidigung unseres Reviers... das Erlegen von Beute... zu Trinken, wenn man durstig ist... zu töten, wenn es notwendig wird... und die Rückkehr mit dem Rudel, auch wenn die Jagd nicht erfolgreich war. Das sind die moralischen Regeln, dennen wir folgen. Anführer dürfen nicht schwach sein... Barmherzigkeit nährt das Tier nicht, als erwarte eine Gegenleistung für das, was auch immer du tust. Opfere dich nicht für Fremde... und, wenn es heist du oder sie... ... dann überlebe indem du sie opferst."
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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Arianna » Mo 21. Aug 2017, 19:01

Arianna zuckte mit den Schultern. "In meinen Augen verschließen die meisten Menschen eher die Augen vor der Wahrheit. Passiert es in ihrer Nähe reden sie darüber aber handeln nicht. Nur jene die es selbst miterleben wissen was es bedeutet. Ich sehe nicht ein mich für solche Menschen zu opfern.", meinte sie eher kühler und schwieg wieder während sie seine Worte aufnahm.

"Es soll nicht kalt klingen, aber Vampire sind doch Jäger. Für mich klingt das nach etwas normalen, wieso sollten einige sagen dass das Tier in einem eingesperrt werden soll?", wollte sie wissen. "Ich gebe zu das es mir am Anfang Angst gemacht hat. Aber....", sie stockte kurz und betrachtete den Nachthimmel. "...irgendetwas lässt mich ihm dennoch verbunden fühlen. Vermutlich kann man es mit keinen anderen Tieren vergleichen. Dennoch ein Tier lügt nicht wie es Menschen tun.", mit diesen Worten verstummte Arianna wieder.

Vielleicht wollte sie sich selbst das schlechte Gewissen Ausreden aber vielleicht meinte sie es genauso wie sie es gesagt hatte. Ihre gesammelten Erfahrungen und Gefühle rissen das Mädchen innerlich hin und her. Der ältere Vampir hatte durch aus recht und das wusste sie auch. Es würde wohl dennoch noch einige Nächte dauern bis sie ihre Gewissensbisse besiegen konnte.

"Menschen sterben immer früher oder später...", damit wandte sich ihr Blick wieder in die Ferne auf Geräusche lauschend.

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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Brimir » Di 22. Aug 2017, 00:32

Brimir nickte. Arianna hatte wirklich schon jetzt ein gutes Auge für den Weg. Auch, wenn sie noch weiter daran arbeite musste loszulassen.

"Warum sie ihr Tier in Ketten legen? Weil sie sich fürchten... sie fürchten die Raserei... den Kontrollverlust und das was sie dann tun. Sie verstehen nicht, dass es möglich ist das Tier zu reiten und ihm sein Ziel zu zeigen. Sie fühlen sich als wären sie in einem Alptraum und jemand anderen lenkt ihre Handlungen, um dann am Ende zu bedauern, was sie getan haben. Sie zerbrechen, weil ihr Verstand zu schwach ist für die Wahrheit: Sie sind Jäger... jeder von uns ist es in seinem Innersten... jeder Mensch... jeder verfolgt eine Jagd... und jeder ist Beute eines Anderen... zu jeder Zeit."

Auch auf ihren letzten Kommentar hin nickte der Ältere.

"Jeder wird eines Tages vernichtet... Menschen sterben... auch wir sind dem endgültigen Tod nicht gefeit... uns wurde nur von den Göttern mehr Zeit geschenkt. Die Christen sehen es als Fluch... wir Nordleute sehen es als Gabe... die Möglichkeit unseren Mut weiter zu beweisen. Vielleicht werde ich vor dir nach Valhal eingehen... vielleicht aber auch nicht... das wissen nur die Götter. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du Menschen kommen und sterben siehst... und dir der Vergänglichkeit des Seins bewusst wirst, ehe es dir völlig egal wird... ist ziemlich hoch."
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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Arianna » Fr 25. Aug 2017, 00:01

Das Mädchen sondierte noch einen Moment die Umgebung bevor sie sich weider dem Vampir neben sich zuwandte. "Ich bekomme langsam hunger.", sagte sie und blickte ihn einen Moment fragend an. Als wollte sie wissen ob sie gemeinsam jagen gingen oder nicht.
Vielleicht konnte sie sich einige Tricks von Brimir abschauen.

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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Brimir » Sa 26. Aug 2017, 13:38

"Du hast recht... wir haben schon viel zu lange geredet."

Brimir stand auf und drehte sich gen Luccoli. Dann grinste er.

"Diese Nacht... werde ich dir zeigen in einem Dorf zu jagen... dich vorbereiten auf die Stadt."

Sein Blick wanderte zurück zu der jungen Jägerin.
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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Arianna » Di 29. Aug 2017, 10:14

Ein kleines Lächeln stahl sich auf das Gesicht des Mädchens bevor sie nickte. Arianna warf eine feuerrote Haarsträhne über die Schulter als sie sich in Richtung Luccoli umwandte. "Ich werde es vermutlich bereuen, aber...wie wäre es mit einem Wettrennen?", fragte sie. "Etwas Training schadet nie.", schlug sie vor.
Doch auf eine Antwort wartete sie nicht lange.
Kurz darauf lief sie auch schon los, sie machte einen Satz und lief die ersten Meter auf allen Vieren bevor sie sich beim rennen aufrichtete. Mit katzenhaften, geschmeidigen Bewegungen lief sie durch den Wald und wich dabei leichtfüßig den Bäumen aus. Das rote Haar wehte hinter ihr her.

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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Brimir » Di 29. Aug 2017, 11:41

Brimir ruckte herum, als sie ihre Frage nach dem Rennen stellte. Und das grinsen des Wolfes in seinem Gesicht nahm wieder zu. Dann rannte sie los und wurde direkt vom Nordmann verfolgt, der wie sie die ersten Schritte auf allen Vieren rannte, doch dann in den Sprint überging.

"Bis zu der alten Eiche, in die der Blitz eingeschlagen ist." rief er Arianna zu. Der abgebrannte Baum war weit genug von Luccoli weg, damit sie nicht auffielen, aber nah genug dran, um als Ziel zu dienen.

Und während sie rannten, merkte Brimir eines deutlich: Sie war fix. Nicht, dass er wirklich langsam war, aber die jungen Beine des Mädchens hatten es einfacher den Körper zu tragen, als die des Kriegers. Vielleicht machte ihm auch einfach die Größe zu schaffen. Jedenfalls hatte Arianna sich einen Vorsprung erarbeitet. Lachend und grinsend folgte der Jäger ihr, ohne aufzugeben. Immer wieder schaffte seine Tochter es ihn zu überraschen und das war gut so. Es waren die kleinen Beweise, die wichtig waren, um sich einen Platz in der Nacht zu verdienen.

Und doch war es Zeit für eine weitere Lektion. Die alte Eiche kam in Sichtweite. Mittlerweile konnte sich Arianna sicher sein, dass Brimir sie nicht mehr einholen würde. Doch als sie sich umdrehte, kam er näher. Die Geschwindigkeit, die er erreicht hatte war kaum als natürlich zu beschreiben. Auch der Blick hatte sich geändert. Jäger... Beute.

Kurz bevor sie die Eiche erreichten hatte Brimir aufgeschlossen. Doch statt an der Rothaarigen vorbei zu ziehen. Sprang er ihr mit einem Tackle in die Beine. Sie konnte spüren, wie die Finger sie beinahe erwischten, doch mit einer geschickten Bewegung könnte sie es schaffen nicht zu fallen und die Eiche zu erreichen, während Brimir mit einem Knurren auf dem Laub landete und sich mit einer Rolle davor rettete nicht liegen zu bleiben.

************

@Arianna (Haru): 8d10 >=6 f1 = (9 4 8 2 10 4 6 6, 5 successes) = 5
@John_'Brimir'_Wick (Stefan): 7d10 >=6 f1 = (8 10 4 5 7 9 5, 4 successes) = 4

1BP Geschwindigkeit
1BP Geschick

Tackle:
@John_'Brimir'_Wick (Stefan): 10d10 >=6 f1 = (9 1 5 9 5 5 3 5 2 3, 1 success) = 1
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Re: [1001] Blut meines Blutes [Arianna]

Beitrag von Arianna » Di 29. Aug 2017, 14:01

Ariannas Augen weiteten sich etwas als sie seinen Angriff sah. Doch mit einem katzenhaften Sprung nach vorne und einer nachfolgenden Rolle wich sich Ihm elegant aus und kam auf dem Laub rutschend, am Baum an. Auch wenn es knapp war, denn sie hatte dein Widerstand seiner Finger noch spüren können. Sie rang nach Luft lachte jedoch. Es hatte durch aus Spaß gemacht und war eine willkommene Abwechslung gewesen. "Das war echt nicht Nett.", meinte sie zu Brimir und schaute diesen aus ihren goldenen Augen an. Doch sie grinste.
Vom rennen wild umhergeworfen, umrahmen die feuerroten Haare ihr Gesicht und bis weit über Rücken und Brust. Das Mädchen schüttelte einmal den Kopf und fuhr einige male mit der Hand hindurch bevor sie diese wieder über die Schultern nach hinten warf.

Ausweichen:
@Arianna (Haru): 8d10 >=6 f1 = (5 10 10 3 3 6 2 1, 2 successes) = 2

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