[1001] Von Handwerk und Macht [Toma]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Ramon
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Re: [1001] Von Handwerk und Macht [Toma]

Beitrag von Ramon » Mo 17. Jul 2017, 15:54

Blitzschnell wich Ramon mit einer eleganten Seitwärtsbewegung dem Griffdes Tzimisce aus, ehe er ihn fassen konnte. Tadelnd, aber vor allem unruhig sah er Toma aus klaren Augen an

Ja, ich esse, schon immer. Ich muss mich zwar nach einiger Zeit entleeren, wenn mein Magen voll ist, aber der Geschmack dieser wunderbaren Früchte bleibt mir erhalten, es ist ein Segen Troiles, der mir begreiflich macht das ich, obwohl ich nicht mehr zu den Normalen Bewohner dieser Welt gehöre ich dennoch hier meinen Platz habe, um die Menschen anzuleiten. Eigentlich hätte ich damit rechnen sollen dass ihr so reagiert… Ist es Neugier, oder Abscheu die euch antreibt? habt ihr etwa Angst vor dem Ungewissen und verwünscht deswegen alles, was euer Verstand nicht fassen kann? Oder würde es euch interessieren, die Segen der Menschlichkeit zu verstehen, die auch die liebreizende Sousanna teilweise besitzt? Ich denke ich kenne die Ursache für den Ursprung unserer Gaben, und gerne würde ich die Information mit jemandem teilen dem ich vertraue…

Ein neckisches Grinsen spielte sich auf Ramons Gesicht ab, der Tzimisce war ein vortrefflicher Spielgefährte. Wortgewandt wie Sousanna und Stark wie Ajax. Natürlich würde er nie offen zugeben, wie knapp ihm das Ausweichmanöver nur gelangen war.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1001] Von Handwerk und Macht [Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 18. Jul 2017, 19:48

Der Drache schnaubte und die Augen verengten sich.
„Das Ungewisse macht mir keine Angst und mein Verstand ist gut genug zu erkennen, was menschlich ist und was kainitisch.“ erwiderte er empört. „Essen ist menschlich und diese Plagerei der Entleerung ist unserer nicht würdig.“

Toma schüttelte den Kopf. Warum gab es solche Vampire wie Ramon? Warum diese Verbundenheit zu dieser alten Existenz und zu den Menschen?

„Segen der Menschlichkeit.“ Er sagte dies voller Abscheu zu der er im Stande war gemischt mit einem abfälligen Lachen. „Wärt ihr lieber wieder ein Mensch als ein Kainit?“
„Ihr habt das Geschenk bekommen all diese Schwächen zurück zu lassen und bezeichnet sie als Segen?!“ In den Augen des Tzimisce war der Brujah nun um einiges tiefer gesunken.

Lauernd bedachte er den Katharer jedoch auch mit Neugier. Der Wissensdrang trieb ihn dazu, herausfinden zu wollen, wie Ramon aß, warum und was damit geschah...
„Ich möchte wissen warum ihr so seid, wie ihr seid. Nicht weil ich Angst davor habe oder es nicht verstehe, sondern um zu erkennen, wie man diese Schwäche entfernen kann. Wie man euch besser machen kann.“ Erklärte der Tzimisce und kam dem Brujah näher.
Das war was ihn seit jeher umtrieb zu erkennen und verstehen und verbessern.
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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Ramon
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Re: [1001] Von Handwerk und Macht [Toma]

Beitrag von Ramon » Mi 19. Jul 2017, 17:48

Ramon versuchte ersteinmal , die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen, und bemühte sich, dem aufgebrachten Tzimisce alles zu erklären was er erklären konnte.

Ich hoffe ihr verzeiht mir das bisschen Rhetorik, ich denke ihr wisst worauf ich hinauswill,

Ich habe meine Aufgabe angenommen, hier zu wandeln und den Menschen dabei zu helfen zu wachsen, sie zu verbessern wie ihr wohl sagen würdet. Ich folge keiner Via.... keinen Gesetzen und Regeln die mich mein Erzeuger lehrte, er lehrte mich der zu bleiben der ich war, nicht um des Stillstands willens doch um Chaos zu vermeiden. Jeder hat seinen Platz in den Ereignissen die Malkav allein überblickt, würde die wohlwerte Angelique jetzt sagen.

Ich glaube unsere Fähigkeiten entwickeln sich im Laufe der Zeit.. Ich nahm die ersten Jahre nur Blut zu mir, wohl auch da mein Erzeuger mir sagte, ich würde nichts zu mir nehmen können. Es kam aber der Tag, an dem ich nach einem Stürmischen Regen anfing das Wasser in meinem Mund zu schmecken, von da an war ich mir bewusst das ich eine Fähigkeit hatte, die anderen nicht vergönnt war.

Und jetzt denkt doch nur an die Rosigen Wangen Sousannas, wer wenn nicht sie , die so liebreizend auf Kainskinder und Sterbliche wirkt könnte Nutzen daraus schlagen, eine empfindliche Haut zu haben ? Wer wenn nicht Brimir, der kraftvolle Jäger würde Nutzen daraus ziehen besonders standhaft zu sein, und sogar mit Krallen zu kämpfen ? Ich glaube es ist die Via oder zumindestens die Lebensart eines Kainiten, die bestimmt wie dieser sich weiterentwickelt. vielleicht fließt sogar die Lebensart unserer Erzeuger bei unserer Schaffung in uns ein, und verleiht gewisse Affinitäten....

Ich finde es jedenfalls äußerst interessant, welches Thema ihr dort grade ansprecht.

Ihr solltet jedoch bedenken, das auch der Blinde leichter eine Treppe erklimmt, als derjenige mit Höhenangst. Urteilt also nicht alzu schnell darüber, welche unserer Fähigkeiten, Stärke, und welche Schwäche sind, da die meisten doch beides sind, da sie unseren Durst befeuern. Alles hat seinen Preis, aber auch alles seinen Nutzen, am Ende sind wir alle gleich, Suchende auf dem Weg.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn sich unsere Wege öfter kreuzen würden Toma, ihr dürft abseits des Krieges auch gern einmal Hand an mich legen, um meinen Körper zu ergründen, und ihr könnt euch weiterhin sicher sein das ich euch unterstützen werde, sobald ihr Santo Pedro de Arena einnehmen wollt.


Erneut schloss der Brujah seinen Vortrag, und wartete gespannt darauf , was der Drache erwidern würde.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1001] Von Handwerk und Macht [Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 23. Jul 2017, 17:49

Der Ausdruck in dem Gesicht des Drachen blieb skeptisch und lauernd. Er hörte sich die Erklärung des Brujah an...und konnte nicht widersprechen.
So wie er das sagte, machte das durchaus Sinn, dass gewisse Eigenheiten einen zusätzlichen Nutzen gaben.
„So wie ihr das darlegt, seid ihr der Meinung, dass ihr diese Dinge als Gabe, als Geschenk bekommen habt, weil sie zu euch und eurer Rolle in der Welt passen, zu dem Sinn den Gott in euch sieht? Doch was, wenn es nicht doch lediglich Überbleibsel aus eurer menschlichen Existenz sind? Ein Zeichen dafür, dass ihr diesen Zustand nicht zurück gelassen habt.“ wandte der Tzimsice dann doch ein, als er darüber nachgedacht hatte. „Nun kann das sicher einen Nutzen haben und daher nicht per se schlecht sein....aber eben auch kein Fortschritt.“

Mit jedem Wort wechselte der grimmige Ausdruck des Drachen auch zu Interesse.
„Aber in der tat ein interessantes Thema.“

Lauernd musterten die schwarz-weissen Augen den Brujah. „Ihr würdet mich euren Körper untersuchen lassen? “ Wie seltsam...nachdem Ramon doch einiges von Sousanna gehrt haben musste.
„Ich würde mich darüber freuen.“

„Was dieses Dorf angeht...ich brauche Bedenkzeit.“ sagte Toma und entfernte sich wieder etwas von Ramon.
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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