Toreador

Das Wort, welches das Thema des Clan Toreador am besten beschreibt, lautet: Schwelgen.

Denn was tut man um die Unendlichkeit durchzustehen? Die immer gleichen Nächte voller Jagden an Orten die man besser kennt als die eigene Westentasche? Die immer gleichen Gesichter der wenigen Begleiter durch die Nacht, Ghulen und Kainiten – die euch aufgrund eures Blutes verehren oder hassen?
Es gibt nichts zum festhalten. Geliebte Menschen sterben und nach wenigen Generationen erscheinen die Übriggebliebenen fremd und fern. Die Natur wuchert und verschwindet wie das Wetter oder die Hand des Menschen es befiehlt? Städte die entstehen, niederbrennen und neu emporwachsen? Inseln, vom Meer hinfort gespült nur um andernorts zu zu entstehen. Götter, deren Statuen nach dem Krieg stürzen. Kirchenströmungen die von dunkelster Ketzerei zur heiligen Wahrheit werden.
Nichts, absolut nichts hat Bestand.

Was tut man um die Unendlichkeit durchzustehen? Sie ganz alleine durchzustehen?
Man vergisst. Lebt im Augenblick. Man schwelgt in jedem Moment den man erleben darf. Man nimmt die Welt, die Begleiter, die Umstände so hin wie sie der Augenblick gebärt. Denn es gibt nichts anderes was wahr ist. Keine andere feste Größe auf dieser Welt.

Die Rosen haben erkannt, nein es liegt Ihnen im Blut diese Augenblicke beinahe so zu erleben als würden sie noch leben. Als könnten sie noch fühlen. Als wäre es ein ewiger Moment und nicht lediglich ein Moment in der Ewigkeit. Wer die Zeit vergessen kann obwohl ihm davon der Tod drohen könnte, wer Jahrhunderte zu Gunsten von Sekunde vergisst, in dem fließt Arikels Blut.

Es ist unmöglich die Äonen zu überleben. Man kann sie nur leben.

Lorenzo – Neugeborener